Thematik: „de Angelis”
MI, 29.9.2010, 20.00 UHR
Katholische Pfarrkirche St. Antonius,
Alter Markt, Wuppertal-Barmen
Gereon Krahforst (*1973)
Improvisation: Concertosatz im Barockstil über das EngelLied „Gott, aller Schöpfung heil’ger Herr” (GL 605)
Olivier Messiaen (1908-1992)
aus „la Nativité du Seigneur” (1935):
• „Les Anges” (Die Engel)
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Trio super „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr’” (GL 457) BWV 664 aus den 18 Leipziger Chorälen (als „Engelskonzert”)
Gereon Krahforst (*1973)
Improvisation. Kleine Choralpartita über „Unüberwindlich starker Held, St. Michael” (GL 606)
• Choral • Duo • Trio • Meditation • Toccatina
Marcel Dupré (1886-1971)
aus „Vêpres du Commun” op. 18:
• Versets sur le MAGNIFICAT)
Hans Friedrich Micheelsen (1902-1973)
Orgelkonzert Nr. 2 op. 34 (1940) über die Weise „Es sungen drei Engel” (GL 186)
• Tokkata • Kanzone • Fuga
Gereon Krahforst (*1973)
Improvisation: Symphonische Dichtung „Kampf des Erzengels Michael mit dem Drachen”
Gereon Krahforst wurde 1973 in Bonn geboren.1990-2000 studierte er in Köln und Frankfurt Komposition, Musikwissenschaft (Grundstudium), Musiktheorie, Klavier, Kirchenmusik und Orgel (Clemens Ganz und Daniel Roth) in Köln und Frankfurt; viele Teilnahmen an Meisterkursen bei renommierten Dozenten vervollständigten seine Studien. Bereits 1985 begann er als Heranwachsender von 12 Jahren, regelmäßig Orgeldienste zu versehen. Seine Liebe zur musikalischen Gestaltung der feierlichen Liturgie ist für ihn trotz reger Konzerttätigkeit bis heute an erster Stelle geblieben. Nach einigen Kantorenstellen wurde er im Alter von 29 Jahren als Organist an den Hohen Dom zu Paderborn berufen, wo er die einmalige Chance erhielt, die dortige Orgelanlage nach seinen Vorstellungen erweitern, umarbeiten und neu intonieren zu lassen. Neben seinen liturgischen Diensten gründete er die allwöchentlichen samstäglichen AngelusMatinéen; daneben ist er künstle rischer Leiter der in der heutigen Form seit 2006 bestehenden Internationalen Orgelkonzerte, die er nie als reine Konzertveranstaltungen, sondern immer vornehmlich als „klingendes Gotteslob” und „tönende Friedensbrücken zwischen den Ländern” betrachtet.
Seit 2004 ist Gereon Krahforst zudem Dozent für liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und seit 2006 dortiger Leiter der Abteilung für katholische Kirchenmusik.
Als Komponist schreibt er für verschiedene Besetzungen, vornehmlich für Orgel, Klavier oder Chor. Sein Repertoire umfasst sämtliche Orgelwerke von Scheidt, Buxtehude, Bach (Aufführung des Gesamten Orgelwerkes und eines Großteils vom Klavierwerk im Jahr 2000), Franck, Mendelssohn, Schumann, Duruflé und darüber hinaus ein breites Spektrum von früher Orgelmusik bis in die heutige Zeit. Insbesondere als Improvisator konnte er sich einen Namen machen. 2007 wirkte er als Gastdozent und interpret an der Rice University of Houston in Texas und kam mit höchsten Auszeichnungen in Zeugnisform zurück in seine Heimat. 2009 und 2010 erfuhr er den gleichen Erfolg als Solist und Gastdozent in Seoul und Jeonju in Südkorea.
Seitdem erreichen ihn immer wieder Einladungen in die USA und nach Kanada sowie mittlerweile auch nach Australien; im November 2010 erfolgt eine Tournee durch den Osten der USA. TV- und Radioauftritte sowie CD-Einspielungen runden seine Tätigkeit ab.